On the road with Élouise 1 (Who is Élouise?)

Posted by on Mai 16, 2014 in Élouise

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Élouise war ein wenig Wolke, von der Art der Solo-Strato-cumuluswolke, und ein wenig Tier, von der Art des geflügelten Bentheimer Landschafs. Genau genommen war sie beides und doch keines von beiden. Sie war braun mit weißen Flecken oder andersherum, hatte sechzehn Beine (hier gibt es kein Vertun), und sie trat aus einer Wand hervor, auf der sie ein wenig Geschmiere und ein wenig Graffitti gewesen war. Sie war alles zusammen und nichts davon, außer, wie gesagt, das mit den sechzehn Beinen.
Élouise, das Wolken-Tier-Graffitti-Geschmier, stellte sich in Mannheim an den Rhein und tanzte, probierte vorsichtig tanzend ihre sechzehn braunen Beine, schnupperte bentheimer-landschafsnasig in der Luft dabei. Sie tänzelte von dannen, noch ohne zu wissen, wo sie sich befand, kannte nicht einmal Ludwigshafen. Hier traf ich sie an, erkannte sie von Weitem: „Élouise“, rief ich aus, „du hier in Mannheim!“ Sie aber würdigte mich keines Blickes. Während sie an mir vorbeitänzelte, sah ich, dass „Follow“ in ihrem einen Auge geschrieben stand und „Me“ in dem anderen. „Élouise“, flüsterte ich ihr bewundernd hinterher, „seit wann sprichst du französisch mit dem Namen und englisch mit den Augen?“ Und ich heftete mich an ihre sechzehn Fersen.

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